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Mrz 12 2008

Patella-Luxation

Category: AllgemeinesMoni @ 13:54

So lautet der medizinische Fachbegriff dafür, was ich mir im Urlaub in SPO – natürlich gleich am ersten Tag – zugezogen habe. Auf gut Deutsch: ich hab mir die rechte Kniescheibe ausgerenkt. Zum Glück ist sie von alleine sofort wieder in ihre ursprüngliche Position zurückgesprungen, was aber nicht heißt, dass es weniger schmerzhaft war *autsch* 😥 Wie bei jeder Patellaluxation werden dadurch im Inneren Blutgefäße verletzt und das Knie schwillt an (Bluterguß). Während das Knie dick war, hatte ich eigentlich keine Probleme; zum Glück, denn ein Arztbesuch war in meiner straffen Urlaubsplanung nicht vorgesehen und hätte meinen ganzen Zeitplan durcheinander gebracht 😉 Durch jede Luxation wird aber auch das innere Kniescheibenband gedehnt, was zur Folge hat, dass es wiederholt und noch schneller zu weiteren rausspringenden Kniescheiben kommen kann. Durch die Dehnung des Bandes hat die Kniescheibe nämlich keinen festen Sitz mehr in ihrer Position. Und genau das war/ist nach dem Rückgang der wohl alles zusammenhaltenden Schwellung mein Problem. Seit Tagen konnte ich keinen unbedachten Schritt mehr tun, Treppen steigen mit dem rechten Fuß voran war gänzlich unmöglich und immer wieder war meine Kniescheibe soooo kurz davor wieder rauszuspringen. Weil das ja kein Zustand ist, war ich nun heute beim Onkel Dok. Laut den Röntgenaufnahmen – wie habe ich das vermisst – ist zum Glück alles heile, keine Splitter oder sonstiges. Zur Fixierung meiner lockeren Kniescheibe habe ich dann eine schicke (Vorsicht Ironie!) Bandage bekommen. Treppen steigen mit dem rechten Bein voraus lass ich zwar trotzdem noch sein, dafür fühlt sich das ganze jetzt aber wesentlich sicherer und stabiler an. Mit dem Tragen der Bandage und regelmäßigem Fahrradfahren sollte das Ganze dann hoffentlich schnell wieder vergessen sein.

 

Interessant fand ich heute eher die Tatsache, dass meine Herkunft – omg, wie sich das anhört, also käme ich sonstwo her *g* – bei den Ärzten durchweg für Gesprächsstoff sorgt. Neben meiner Frauenärztin war der Orthopäde heute schon der zweite, der meinte, er müsse wegen meiner Herkunft aus dem Osten den neuen Bundländern etwas aus dem Nähkästchen plaudern. Welche Städte sie so kennen – Meiningen, Suhl und Sonneberg sind da die Top-Favoriten – und wer wann wo schonmal da war und was dort gemacht und gesehen hat. Vll bin ich etwas hybersensibel was das Thema angeht, aber irgendwie habe ich den Eindruck, als müssten manche Leute extra draufhinweisen, dass es jetzt keine Grenze, kein hier und drüber mehr gibt, in dem sie bei den ersten Hinweisen sofort drauflos erzählen, was sie doch von „drüben“ alles kennen (so in der Art „Ich war schon da drüben. Es ist toll dort und ich habe auch gaaaar nichts gegen euch“ *g*) Vll bilde ich mir das auch nur ein und sehe hinter jedem Gespräch über meine Heimat ein verstecktes Ost-West-Geprabbel. Interessant anzuschaun ist es trotzdem allemal, wie manche Leute mit dem Thema umegehen, manchmal ist es aber auch eher traurig anzusehen…

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