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Okt 04 2008

Der Fernsehtraum hat eine Namen: Hauppauge WinTV-HVR-900

Category: pc:stuff,WohnheimMoni @ 20:41

Seit langem ärgere ich mich schon mit einem miesen bis gar nicht vorhandenem Fernsehempfang rum. Erst gab es lange Störungen am Fersehsignal vom Wohnheim aus und als das dann behoben war, zickte mein Fernseher rum. Er verlor zunehmends das Signal, so dass man ständig die Frequenz neu justieren musste und das heißt aufstehen, zum Fernseher gehen und den Finger solange auf den Knopf drücken bis der Sender wieder da ist. Das nervt auf Dauer einfach tierisch! Gut, das Gerät hat auch schon mindestens 10 Jahre auf’m Buckel (zum Vergleich: mein TV zuhause ist älter als ich (!) und läuft noch immer tadellos; nur Stereo-Sound ist… äh, tut ein wenig in den Ohren weh 😉 )!

Nunja, zum Glück gibt es im Wohnheim seit kurzem die Möglichkeit TV über’s Netzwerk zu schauen. Dazu werden die gängigsten in Nürnberg empfangbaren DVB-T-Sender per Multicast ins Netzwerk gestreamt. Multicast ist ein Protokoll bei dem die von einer Quelle angebotenen Daten und Dienste an eine Gruppe von Empfängern gesendet werden. Der Vorteil von Multicast besteht darin, dass gleichzeitig Nachrichten an mehrere Teilnehmer oder  eine  Teilnehmergruppe übertragen werden können, ohne dass sich beim Sender die Bandbreite mit der Zahl der Empfänger multipliziert (bei 600 Bewohnern eine nicht auszudenkende Last). Um so einer Multicast-Gruppe beitreten (und damit die Daten empfangen) zu können, wird das IGMP-Protokoll benötigt. Das kümmert sich um die Gruppen-Verwaltung, also zb. um die An- und Abmeldungin der Gruppe. Soviel zur Theorie. Dumm nur, dass mein Router genau dieses Protokoll nicht unterstützt. Und da dachte ich, ich hab schon nen ziemlich guten Router, schließlich hat er mal ~ 120€ gekostet! Tja, nix war’s mit TV über’s Netzwerk :-( Es wäre zwar infrastrukturtechnisch möglich, dass ich mein Zimmer-Netzwerk so umbaue, dass das mit dem TV-Stream doch passen würde, aber egal welche Lösung ich mir auch ausdenke, sie gefällt mir einfach nicht. Dann gäbe es noch die Möglichkeit den TV-Stream an irgendeinem Rechner im Netzwerk zu empfangen und ihn dann zb. über HTTP (eben ein Protokoll, das mein Router kann) an mich weiterzuleiten. Die Lösung war mir zu kompliziert,.. bis ich das auf die Reihe bekommen hätte…

So habe ich heute ganz spontan den Ich-bin-doch-nicht-blöd-Markt geentert und hab mir einen DVB-T-Stick gekauft. Die Auswahl war alles andere als groß und die paar vorhandenen Produkte waren fast alle schon mal irgendwie in Benutzung, so abgegrabbelt sahen die Verpackungen  aus :roll: Ich habe mich dann letztendlich für den Hauppauge WinTV-HVR-900 Live Stick (Model 354) für 49,99€ entschieden. Das hätte man im Internet sicherlich billiger bekommen (Edit: nein, hätte man nicht wirklich)  bzw. für den Preis hätte man im Internet sicher mehr Funktionalität gefunden, aber Onlineshopping hat einen entscheidenden Nachteil: man muss immer auf den Postboten warten! *grml* Der Vorteil von dem gekauften Stick ist der, dass er auch analoges Fernsehen unterstützt. Falls der DVB-T-Empfang in meinem Zimmer nicht ausreichend sein würde, so dachte ich mir, dann könnte man immer noch das analoge Signal an der Fernsehbuchse anzapfen.

Tja, lange Rede, kurzer Sinn: der DVB-T-Empfang ist großartig, ich bekomme alle 24 Sender sauber rein und auf meinem Desktop-Rechner läuft alles flüssig. Auf meinem Laptop haben ein paar Sender geruckelt, was wohl an der mittlerweile nicht mehr leistungsfähigen Grafikkarte liegt. Die dazugehörige Software WinTV ist zwar nicht so der Hit, aber es reicht. Der Clou ist die beiliegende Fernbedienung (die man sogar im PCMCIA-Schacht des Notebooks unterbringen könnte, wenn da nicht schon meine WLAN-Karte stecken würde!).

Ich fühl mich grad wie im 7. Fernseh-Himmel!!!11elf. Endlich kann ich wieder „Hund, Katze, Maus“ auf Vox schauen und nebenbei ungestört am Laptop arbeiten. Ein Traum. Die 56€ (+ 7€ für ein 3m Antennenkabel, was anfangs für die TV-Dose-PC-Verbindung gedacht war, jetzt aber das DVB-T-Antennenkabel verlängert) haben sich wirklich gelohnt!

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