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Sep 16 2008

Mitarbeitertagung – Review

Category: Studium & ArbeitMoni @ 10:45

Wie ich hier bereits geschrieben habe, fand am vergangenen Freitag die von meiner Firma geheimnisvoll angekündigte Mitarbeitertagung auf Schloss Dennenlohe statt. So ein Event hat bisher noch nie stattgefunden und so wusste keiner so recht was auf ihn zu kommt. Bei den Wörtern Tagung und Workshops habe ich eher an eine arbeitsintensive, langweilige und trockene Geschäftsveranstaltung gedacht… das wurde es dann zu meiner Erleichterung aber nicht wurde.

Nachdem die ca. 400 Mitarbeiter per Bus oder eigenem Auto alle eingetrudelt waren, hielt der Geschäftsführer eine kleine Einführungspräsentation über die Entstehung, Ausrichtung und vergangene sowie zukünftige Entwicklung der Firma. Vom Publikum unterschiedlich aufgenommen wurde eine Folie die den Geschlechteranteil unter den Mitarbeiter aufzeigte: der Frauenanteil beträgt bei uns etwa 25% (und liegt damit deutlich über dem Durchschnitt). Einige fanden die Folie unpassend, ein paar wenige – wohl hauptsächlich Frauen *gg* – klatschten zarkhaft. Ich fand die Zahl ganz interessant. Amüsant wurde es dann in der kurzen Kaffeepause: während sich vor der Männer(!)toilette eine riesen Schlange bildete, konnten wir Frauen schelmisch lächeln an der Schlange einfach vorbei gehen :mrgreen: Hat auch Vorteile eine Frau in einer Männer-Domäne zu sein!

Nach der Einführungspräsentation und einer kurzen Kaffee-/Raucherpause gab es eine Podiums“diskussion“ in der die führenden Köpfe des Unternehmens einige aktuell-kursierende Fragen beantworteten. Dass man hier keine „richtige“ Diskussion mit offenen/klaren Antworten erwarten kann, ergibt sich von selbst.

Nach dem Mittagessen ging es dann zu den ominösen Workshops. Wie sich herausstellte, verbargen sich dahinter einfache Teambildungsspielchen. Geleitet wurden die Spiele von Mitarbeitern von Aktiv Tours. Dazu wurden die ca. 400 Mitarbeiter in Teams á 15-20 Man aufgeteilt. Jedes Team durchlief  dabei 4 Spiele und einen Workshop.

Das Moorspiel

Beim Morrspiel bestand die Aufgabe darin einen Stapel Holzscheite von einer Seite des Moores auf die andere zu bringen. Die Holzscheiben mussten entlang des Weges gelegt werden und es musste immer min. ein Spieler draufstehen. Klingt einfach: Holdscheiben auslegen und der letzte reicht immer die letzte Scheibe durch, die dann vorne wieder angelegt wird. Denkste! Zum einen wurden jedem 3. Spieler die Augen verbunden und zum anderen gab es weniger Scheiben als wir Spieler waren. Das hieß also man musste zu mehreren auf den Scheiben balancieren. Man durfte sich nie loslassen oder gar von den Scheiben treten – ansonsten verlor man eine Scheibe. Achja, einen Blinden über die Scheiben zu lotsen ist gar nicht so einfach. Dummerweise haben wir gleich zu Anfang 3(!) Holzscheiben verloren, so dass es ziemlich „eng“ wurde auf den übrigen 😉 Bis wir dann eine funktionierende Strategie hatten und alle 17 Spieler auf den 11 Scheiben verteilt waren, war schon eine Menge Zeit vergaben, so dass wir es letztendlich nicht mehr bis ins Ziel geschafft haben. Wir haben echt Blut und Wasser geschwitzt. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem ungemein! Das Moorspiel fand ich die beste von allen Aktionen! Vor allem auch weil es das einzigste Spiel war bei dem wirklich alle Gruppenmitglieder gefordert waren. Bei den restlichen Aufgaben hat immer eine Hand voll führender Mitarbeiter die Arbeit übernommen während die restlichen sich enthalten konnten/mussten.

Floßbau

Nach dem Moorspiel ging es für mein Team zum Floßbau. Konkret hieß das: Baue aus 2 großen Reifen, einigen Brettern und Seilen ein Floß auf dem 2 Spieler zu einer Stelle im See paddeln müssen um von dort einen Edelstein ans Ufer zu bringen. Bei dem Spiel lieferte unser Team die beste Leistung des ganzen Tages. Während sich die 2 ausgewählten Spieler umzogen bauten die restlichen flux das Floß zusammen. Das ging wirklich ruck zuck und ehe die Paddler fertig umgezogen waren, wurde das Boot schon zu Wasser gelassen. In Rekordverdächtigen 6.xx Minuten war das Boot gebaut, die Paddler auf dem Wasser und der Edelstein sicher ans Ufer gebracht worden.

Workshop

Nach der feuchten Aktion auf dem Wasser (und dem einsetzenden Regen von oben) ging es in Trockene. In einem kleinen Workshop sollte jeder Mitarbeiter 3 Gründe warum er gerne bei der Firma arbeitet und was er verbessern würde an die Wand pinnen. Jeder durfte dann noch Punkte vergeben, je nach dem welches der genannten Stichworte er für am wichtigsten hielt. Sowohl bei den positiven wie auch den negativen Aspekten kristallisierten sich eindeutige Schwerpunkte hervor. Die Geschäftsleitung will die daraus gewonnen Informationen nutzen um Schwachstellen auszumerzen und ein Beschwerde- und Ideenmanagement aufzubauen.

Turmbau

Das Turmbauspiel erinnerte stark an das Geschicklichkeitspiel Jenga. Aus verschiedenfarbigen Holzklötzen musste ein Turm aufgebaut werden. Danach wurde abwechseln eine Kugel gezogen. Je nach Farbe der Kugel musste dann ein entsprechender Holzklotz aus dem Turm entfernt und wieder oben drauf gelegt werden. Hier musste man schon beim Turmaufbau darauf achten, dass die Fraben wohl durchdacht angeordnet waren. Letztendlich haben wir zugunsten der Stabilität nach ca. 13 erreichten Turmreihen  (~ 3m Turmhöhe) aufgehört. Das fand ich ein bisschen Schade. Bin ich sonst eigentlich kein Risikomensch, so hätte ich  hier doch gerne weiter gemacht.

Golfspiel

Beim letzten Spiel des Tages ging es ums Golfen. Zum einen musste mit so wenig Schlägen wie möglich das Loch getroffen werden, zum anderen dann noch ein aufgehängter Korb. das Spiel gestaltete sich als sehr schwierig weil der Rasen alles andere als zum Golfen ausgelegt war!

Letztendlich haben wir uns ganz wacker geschlagen, zu den 3 besten Teams (Siegerehrung) haben wir aber nicht gehört. Nach dem letzten Spiel wollten dann eh alle nur noch so schnell wie möglich zum Abendessen kommen. Die 4h gingen wirklich rasch vorbei.

Ganz toll gefallen haben mir auch die Trikots die jeder Mitarbeiter bekommen hat. Das Trikot, mit Firmenlogo (sieht gar nicht mal so schlecht aus) und eigenem Namen auf der Rückseite, sieht wirklich klasse aus – gefällt mir und werde ich auch öfters mal anziehen 😀

Die Location: Schloss Dennenlohe

Am beieindruckendsten fand ich jedoch die Location: Schloss Dennenlohe. Das Schloss, aber vor allem die angelegten Gärten sind echt eine Augenweide, einfach hinreisend! Die Gärten sind mit soviel Hingabe  und Liebe zum Detail gestaltet, da verschlägt es einem echt die Sprache – einfach wunderschön! Schade, dass man durch das straffe Rahmenprogramm keine Zeit hatte sich in Ruhe umzuschauen. Die Parkanlagen werde ich mir auf jeden Fall nochmal privat anschauen und die paar Euro Eintritt (ca. 3-10€ je nach Umfang) sind wirklich jeden Cent wert. Sollte ich irgendwann mal Heiraten, dann ständen die Gärten von Schloss Dennenlohe wirklich ganz oben auf meiner Top-Location-Liste (ist allerdings auch nicht ganz billig).

Neben den wundervoll angelegten Gärten sind auch die hauseigenen Hunde – Airedaleterrier – nicht zu verachten. Nach dem Workshop tauchten sie plötzlich im Rudel auf und begleiteten uns zum Turmbau. Die für Terrier ungewöhnlich großen Hunde waren zu meiner Freude sehr zutraulich.

Alles in allem war es ein sehr schöner Tag, wenn auch anstrengend – zumindest für mich. Das viele Rumlaufen hat mich schon vor dem ersten Spiel an meine Grenzen gebracht und so hatte ich den ganzen Tag Schmerzen. Hab aber durchgehalten. Nach dem Abendessen ging das der vergnügliche Teil der Abends los (Band + alkoholische Getränke). Nachdem ich auf der Rückreise schon im Bus eingenickt bin, bin ich dann um 23Uhr völlig fertig in mein Bettchen gesegelt.

Von nun an sollen solche Mitarbeitertage regelmäßig einmal im Jahr stattfinden.

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2 Responses to “Mitarbeitertagung – Review”

  1. Tanja says:

    Ich hoffe wir machen mit der Firma bald auch mal so eine tolle Mitarbeitertagung. Hört sich ja echt lustig an.

  2. Rita says:

    Hallo Moni,
    kannst du mir die genaue Beschreibung vom Moorspiel schicken. Würde mich sehr freuen.
    Danke

    LG Rita

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