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Jul 25 2008

Review: SanDisk Sansa Fuze 2GB

Category: music:stuffMoni @ 13:32

Wie hier geschrieben, hab ich mir diese Woche den neuen MP3-Player von SanDisk zugelegt. Da ich leider (noch) nicht zu den deutschen Top 50 Blogs gehöre, musste ich ihn mir selbst kaufen 😉 Nachdem ich den Player jetzt ein paar Tage im Einsatz habe, möchte ich an dieser Stelle mal meinen Eindruck loswerden.

Oberfläche:

Insgesamt gefällt mir der Player sehr gut. Vor allem das Design, angelegt an den iPod nano, hat es mir angetan. Sicher sieht man auf der spiegelnden Oberfläche schnell Fingerabdrücke und Kratzer, aber es lässt den Player auch edler wirken. Die Rückseite dagegen ist matt und gummiert, sodass der Player griffig in der Hand liegt.

Bedienung:

Die Tasten am Sansa Fuze sind auf das Wesentliche reduziert und ermöglichen dennoch eine einfache Steuerung des Players. Die Tasten haben, bis auf die Home-Taste, einen sehr guten Druckpunkt. Vor allem das Klickwheel leistet hier große Arbeit. Flüssig aber präzise kann man zügig durch die Menüs blättern. Auch als Klickwheel-unerfahrener Anwender gewöhnt man sich schnell an die Bedienung und lernt sie lieben. Geht damit doch alles wesentlich schneller von der Hand. Die Bedienung des gesamten Players ist sehr intuitiv gestaltet, das Lesen des Handbuchs ist nicht notwendig.

Nur mit dem Musik-Menü habe ich mich anfangs etwas schwer getan. Vergeblich habe ich eine Stop-Funktion (es scheint irgendwie nur „Pause“ zu geben) gesucht, sowie einen Weg, um von einem gerade abgespielten Song zurück zur Musikauswahl zu kommen (ohne die Musik über den Home-Button komplett „von oben“ wieder aufzurufen und mich erneut durchzuhangeln). Vielleicht hätte ich doch mal das Handbuch lesen sollen? Zumindest letzteres hat sich nach einigen Versuchen dann doch gefunden: neben hoch- und runterscrollen kann man mit dem Klickwheel im Menü auch Eben hoch und runter springen (vorwärts-/rückwärts-Taste). Mit der Rückwärts-Taste kommt man eine Ebene nach oben, mit der Vorwärts-Taste eine Ebene tiefer. Neben dem Knopf in der Mitte dient auch die Vorwärtstaste als Bestätigung. Dieser Umstand erleichtert einem an vielen Stellen die Bedienung (das Klickwheelrad ist schneller gedrückt als der kleine Knopf in der Kreismitte), aber führt auch an mindestens einer Stelle zur Verwirrung. Ich denke, da könnte man noch etwas nacharbeiten, so dass die Bedienung etwas konsequenter durchzuhalten ist.

Was mich aber am meisten stört, ist, dass das Musik-Menü keinen geschlossenen Kreis darstellt. Wenn man zum Listenende gescrollt hat, kann man nicht einfach einen Schritt weiter gehen und man ist wieder am Anfang, sondern man muss wieder den ganzen Weg zurückscrollen. Gerade bei sehr langen Wiedergabelisten ist das sehr umständlich.

Musik

Die Soundqualität finde ich sehr gut. Ich konnte kein Rauschen oder ähnliches feststellen. Im Gegensatz zu einigen anderen Testern finde ich die max. Lautstärke mehr als ausreichend. Wer es dennoch etwas lauter mag, der kann dies in den Systemeinstellungen noch erhöhen.

Die Befüllung des Players mit Musik erfolgt sehr einfach per Drag&Drop über einen Dateibrowser. Man ist nicht an die Zuhilfenahme vom Windows Media Player gebunden! Sollte der interne Speicherplatz nicht ausreichen, dann können auf einer microSD(HC)-Karte zusätzliche Songs und Videos untergebraucht werden, die automatisch mit in die Musikdatenbank mit aufgenommen werden.

Beim Befüllen ist zu beachten, dass es zwei verschiedenen Modi gibt, in denen der Player mit dem Rechner verbunden werden kann. Im MSC-Modus meldet sich der Player als normaler Wechseldatenträger bei Windows an, im MTP-Modus als portables Gerät. In letzterem kann man auf die inneren Struktur des Players zugreifen, so dass man die im Auslieferungszustand vorhanden Lieder und Videos sehen und somit löschen kann. Im MCS-Modus sind diese versteckt, nicht sichtbar und somit auch nicht löschbar! Was der Sinn hinter den beiden Modi ist, verschließt sich mir aber weiterhin.

Etwas umständlich finde die Handhabe von Wiedergabelisten. Im Player-Menü kann man Lieder immer nur einer einzigen Wiedergabeliste hinzufügen, man kann keine mehreren selbst erstellen. Dazu muss man die Wiedergabelisten auf dem Computer erstellen und dann auf den Player übertragen.

Die Favoriten-Funktion funktioniert, mir unverständlicherweise, nur für Videos, nicht aber für Songs.

Videos, Bilder und Radio

Neben Musik kann der Player auch Videos abspielen, Bilder anzeigen und Radiosender empfangen. Das sind nette Zusatzfunktionen, aber nicht die Hauptaufgabe des Players und werden nicht oft genutzt. Deswegen sollte man hier keine zu großen Ansprüche stellen. Videos auf einem 1,9″ großen Display sind eine nette Spielerei, mehr nicht.

Das FM-Radio hingehen hat mich sehr überrascht. Empfang und Qualität waren sehr gut. Der automatische Senderdurchlauf liefert keine rauschigen, überlagerten Sender. Was ich vermisst habe, war die Anzeige der Sendernamen. Der Player ziegt leider nur die Frequenzen an.

Zubehör:

Im Lieferumfang des Players befinden sich Kopfhörer von durchschnittlicher Qualität, sowie eine CD mit Handbuch in elektronischer Form (irgendwie überflüssig!?). Die Software (SanDisk Media Converter) zum Konvertieren von Bildern und Videos in ein dem Player verständlichen Format fehlt leider. Selbst auf der SanDisk-Homepage ist sie nur sehr schwer zu finden. Letztendlich wurde ich im Forum von SanDisk fündig.

Mit Musik befüllt wird der Player über ein USB-Kabel. Leider ist dies kein Standard-USB-Anschluss, so dass man ständig auf dieses Kabel angewiesen ist. Sebbi, der ebenfalls einen Sansa Fuze zum Testen bekommen hat, meint, dass es nicht möglich wäre einen Mini-USB-Anschluss in dem Gerät unterzubringen. Das Aufladen des Akkus erfolgt ebenfalls über das USB-Kabel. Ein normales Netzladegerät scheint es nicht zu geben. Dafür hält der Akku bemerkenswert sehr lange! Ich habe den Player jetzt schon einige Stunden in Gebrauch und die Akkuanzeige zeigt noch immer den Vollzustand an. Allerdings könnte die Anzeige etwas ausführlich, zb. in Form von %- oder Zeitangaben sein, anstatt nur einem Ladebalken (im MTP-Modus kann man sich den Akkustand in %-Form anzeigen lassen!).

An der linken Gehäuseseite befindet sich die Öffnung für die Aufnahme der microSD-Karte. Leider ist der Öffnung nicht geschlossen, so dass ohne Karte schnell Staub in den Player gelangen kann. Hier hätte ich mir einen Karten-Dummy gewünscht, der die Öffnung abdichtet. Ich habe die 2GB an internen Speicher schneller vollbekommen als gedacht *g*, also wird der Speicherkartenslot wohl eh nicht mehr lange leer  bleiben 😉 Die Erweiterbarkeit des Speichers war mit ein Hauptargument für den Kauf des Players. Somit ist die Kapazität nahezu „unbegrenzt“!

Ebenfalls im Lieferumfang ist eine kleine samtige Aufbewahrungshülle für den Player.

Was mir fehlt, ist eine kleine Öse, an der man den Player an einem Lanyard oder Ähnlichem Aufhängen kann. Leider gibt es keine Möglichkeit den Player irgendwo zu befestigen. Da der Player für mich eh hauptsächlich für den Ensatz beim Sport gedacht war, werde ich mir demnächst noch eine Armbefestigung zulegen. Wer den Player sonst mit sich herumtragen will, der braucht entweder lange Kopfhörer (damit der Player in die Hosentasche gesteckt werden kann) oder muss sich eine Umhängetasche anschaffen.

Fazit

Der Sansa Fuze ist ein rundum gutes Paket. Ein sehr sytlischer Player, mit intuitiver Bedienung und durchdachten Funktionen (Bilder, Videos, Hörbücher, Radio, microSDHC). Hier und da habe ich Kleinigkeiten vermisst, was den Gesamteindruck des Players jedoch nicht wesentlich schadet. Die eierlegende Eierwollmilchsau gibt es nicht. Auch nicht bei Apple und co. Als Alternative zum recht teuren iPod nano ist der Sansa Fuze auf jedenfall empfehelnswert!

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9 Responses to “Review: SanDisk Sansa Fuze 2GB”

  1. Sebbi says:

    Ich fand den Fuze auch toll, bis er heute seinen Geist aufgegeben hat. Kein Computer in unserem Haushalt erkennt den Player mehr :( … der Rest funktioniert zwar einwandfrei, aber was ist ein MP3 Player ohne auswechselbare MP3s?

  2. Moni says:

    ei, das ist ja ärgerlich. Das ist keine gute Werbung, wo du ihn doch gerade zum Testen bekommen hast. Meiner läuft bisher noch tadellos – ich bin guter Dinge 😀

  3. Sebbi says:

    Wirklich ärgerlich. Ich mein ich hab nichts dafür bezahlt, aber einer Freundin versprochen, dass sie ihn nach ihrem Test behalten darf. Einen kaputten Player kann man nicht testen und behalten :(

  4. Moni says:

    ich würde mal mit SanDisk reden. Vielleicht zeigen sich sich ja kulant und tauschen ihn aus

  5. knoedelgti says:

    Na da muß ich auch mal was dazu sagen hab auch den Player und bin zufrieden damit übrigens eine Oese für einen anhänger hat mein sansa oben links über dem display und die software zum lieder und bilder konvertieren ist auf der CD die Mitgeliefert wird drauf und es gibt auch eine schlaufe die man durch die oese ziehen kann die beiliegt und so kann man sich den Player um den hals hängen weiss also nicht wie ihr da zu diesen schwierigkeiten kommt.

  6. knoedelgti says:

    ich meinte natürlich eine Software zum Video und Bilder konvertieren :roll:

  7. Moni says:

    sicher dass wie vom gleichen Player reden? Mein Sansa hat keine Öse, nirgends. Hier gibt’s zum Vergleich rundum-Fotos von dem Player. Da ist absolut nichts.

  8. slotMusic « Der Lokalteil says:

    […] Nein, MP3-Player brauchen ein Display und durch Roberts Beschreibung des neuen Sansa Fuze von SanDisk ich bin neugierig auf diesen Player geworden. Dumm gelaufen das ich nicht zu den Bloggern gehöre die von SanDisk mit einem Sansa Fuze versorgt wurden. Bleibt nur kaufen, so wie Moni es gemacht hat – hier ihr Testbericht in Moni’s Appartment. […]

  9. su says:

    Gehöre leider auch zu denen die den sansa fuze als etwas zu leise empfinden.
    Kann aber unter Einstellungen keinen Unterpunkt zum lauter stellen finden.
    Der Creative Zen (er ruhe in frieden, akku nach mehreren Jahren schlapp!) war deutlich lauter.
    Kann jemand eine Anleitung posten bezüglich lauter machen. Danke im voraus. su

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