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Jan 28 2009

Die erste Wohnungsbesichtigung

Category: Allgemeines,NürnbergMoni @ 23:59

So langsam muss ich ja mal aus dem Knick kommen und mich mit der Wohnungssuche beschäftigen. Spätestens Ende März muss ich im Wohnheim raus, da arbeite ich dann schon seit einem Monat und auch im Februar bin ich eine Woche nicht da (London-Urlaub *die Tage bis dahin zählen tu*), so dass die Zeit langsam knapp wird. Deswegen hab ich mich heute mal rangesetzt und schon mal die Angebote im Internet durchstöbert und ca. 10-15 Anfragen für eine Besichtigung gestellt, wo ich denke, dass die Wohnung sowohl meinem Geschmack als auch meinem Geldbeutel entsprechen würde. Keine 3h später hatte ich auch schon 3 Termine, der erste gleich um 18 Uhr.

Die Wohnung hab ich über immonet.de bzw. immobilienscout24.de gefunden. Sie befand sich im Stadtteil Seeleinsbühl (hab ich vorher noch nie gehört), ziemlich genau an der Ecke Maximilian- und Fürther Straße – lässt sich also definitiv noch zur Innenstadt zählen – aber in einer ruhigen Nebenstraße. Von der Lage und der Ausstattung her, hat sie mir wirklich gefallen. 60m², mit Laminat, neuer Einbauküche, weiß gefließtem Bad mit Badewanne und einem großen Wohn-Schlafraum, der sich individuell teilen lässt. Die offene und neue Küche war echt der Hammer (nicht die auf den Fotos)! Von dort und dem Bad aus hatte man einen schönen Blick auf die Maximilanstraße, die ziemlich stark befahren ist. So hört man natürlich ein Grundrauschen aber ich könnte stundenlang Autos zugucken :) So schön die Wohnung auch war und ich sie auch sofort bekommen hätte, sprachen leider zwei ganz entscheidende Aspekte dagegen: zum ersten war es eine Dachgeschosswohnung im 5. Geschoss und ohne Aufzug, so viele Treppen kann ich täglich auf keinen Fall laufen (geschweige denn zb. nen Wasserkasten hochschleppen), und zum anderen der Preis. Die Wohnung sollte 380€ kalt kosten. Hinzu kommen noch 75€ monatlich für die neue Küche + ~100€ Nebenkosten + Kosten für Gas und Strom, was zusammen deutlich über meinem gesteckten Budget liegt. Sehr schade, war wirklich ne schicke Wohnung!

Wär ja auch zu perfekt gewesen, wenn gleich die erste nen Volltreffer wäre 😉 Am Freitag hab ich noch zwei weitere Besichtigungstermine. Einen hier gleich um die Ecke und einen in Laufamholz, auch ne schicke Gegend. Links gibt’s (noch) keine, nachher schnappt mir noch jemand die Wohnung weg :mrgreen:

Der Nachteil an den ganzen Angeboten im Internet ist, dass in 95% der Fälle ein Makler dahinter steckt, der nochmal schön Provision kassiert – hier in der Regel zw. 2 und 3 Monatsmieten (kalt) + Mehrwertsteuer. Das ist natürlich zusätzlich ne Menge Geld! Andererseits sag ich mir, ich will/muss mich in der neuen Wohnung wohl fühlen, da sollte ich keine Abstriche machen und Makler kennen eben die besten Angebote. Trotzdem werde ich mir am Samstag mal ein paar Tageszeitungen kaufen und schauen, was der private Markt so zu bieten hat. Insgesamt sehe ich aber schon, dass eine gute Wohnung in Nürnberg leider alles andere als leicht bzw. günstig zu finden sein wird (~ 6-7€/m²). Meine Grenze von 450€ kalt bzw. 500€ all-inkl. werd ich wohl vll. nach oben korrigieren müssen, auch wenn dann von meinem zukünftigen Gehalt immer weniger übrig bleibt am Monatsende :(

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5 Responses to “Die erste Wohnungsbesichtigung”

  1. Carsten says:

    Guten Entscheidung, mit dem Makler. Als ich vor einigen Jahren auf der Suche war, gab es noch nicht die Auswahl im Internet. Also bin ich 3 Monate lang auf Zeitungsinserate hin zu Wohnungsbesichtigungen. Du glaubst nicht, was dir da für Dreckslöcher angeboten werden.

    Mein erster Anruf bei einem Makler und 3 Tage später hatte ich meine Traumwohnung. Er kam mir sogar noch mit der Kaution entgegen. Vielleicht hast du auch Glück, ich wünsche es dir.

  2. Joern says:

    Ich schätze mal mit 500+ (warm) musst Du in Nürnberg wohl schon rechnen. Soviel kostet eine (halbwegs vernünftige) Wohnung ja schon in Bamberg.

  3. Martin says:

    Ich hingegen hatte immer Glück mit Wohnungen, die im Immobilienteil unserer Tageszeitung drin standen. Das Gute daran ist, dass in den meisten Fällen privat inseriert wird und somit die (unsinnigen) Maklergebühren entfallen. Außerdem fand ich es immer spannend, die infrage kommenden Wohnungen mit Textmarker zu markieren und dann die Vermieter abzutelefonieren :-) Innerhalb kurzer Zeit hat man da ein paar Termine zusammen und kann sich in aller Ruhe die Wohnungen anschauen.

    Maklergebühren? Never ever :-) Da kannste dann Dein Geld auch gleich aus dem Fenster ‚rausschmeißen…600-900 € für die reine Vermittlungs“leistung“ finde ich total überzogen.

  4. Moni says:

    @ Carsten: welchen Makler hattest du denn? kannst du jemanden empfehlen?

    @ Joern: Das ist dann wohl der Nachteil der attraktiven Großstädte

    @ Martin: ja, ich muss zugeben, die altmodische Methode die Anzeigen in der Zeitung einzukreisen und abzutelefonieren hat schon was. Andererseits kostet es auch viel Mühen, wenn man jede einzelne Wohnung sich angucken muss um dann Festzustellen, dass die Beschreibungen vollmundiger waren als der reale Anblick.

    Aber ich werd auch das ausprobieren. Mir ist jede Mühe recht, so lang ich die (für mich) perfekte Wohnung finde 😀

  5. Carsten says:

    Hi Moni,

    ich hab damals in den gelben Seiten den erstbesten rausgesucht, also einfach frei Schnauze. Seitdem habe ich nichts mehr mit ihm zu tun. Sorry, keine Hilfe.

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